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Heft 31: Mammographie-Screening in Deutschland: Bewertung des Strahlenrisikos

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission mit wissenschaftlicher Begründung

Redaktion: Claudia Hahn und Detlef Gumprecht, Bonn
2002, 68 Seiten, 10 Abbildungen, 5 Tabellen
ISBN 3-437-21166-3, 13,50 €

In Deutschland erkranken jährlich rund 46 000 Frauen an Brustkrebs. Im Jahr 1999 starben fast 18 000 Frauen an dieser Krankheit. Damit ist Brustkrebs im Vergleich zu anderen bösartigen Erkrankungen zur Zeit für die meisten Todesfälle in der weiblichen Bevölkerung Deutschlands verantwortlich. Aus diesem Grund wird die Einführung des Brustkrebs-Screenings in Deutschland in Wissenschaft und Öffentlichkeit diskutiert. Nach neueren Veröffentlichungen wird das Mammographie-Screening auch kontrovers beurteilt, d.h. von einigen Autoren wird dessen Nutzen in Frage gestellt.

Die Strahlenschutzkommission wurde deshalb vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beauftragt, zu der in Deutschland diskutierten Einführung des Mammographie-Screenings (regelmäßige, freiwillige Vorsorgeuntersuchung für Frauen über 50 Jahre) Stellung zu nehmen und insbesondere die damit verbundene Strahlenexposition zu bewerten. Zur Vorbereitung einer Stellungnahme der Strahlenschutzkommission wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, der folgende Mitglieder angehörten:

Priv.-Doz. Dr. Dr. Reinhard Loose, Klinikum Nürnberg-Nord (Vorsitzender der Arbeitsgruppe)
Prof. Dr. Maria Blettner, Universität Bielefeld (Vorsitzende der Arbeitsgruppe bis Mai 2001)
Prof. Dr. Eberhard Greiser, Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin
Prof. Dr. Sylvia Heywang-Köbrunner, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. Marion Kiechle, Klinikum Rechts der Isar, Technische Universität München
Prof. Dr. Wolfgang Köhnlein, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
Prof. Dr. Lothar Kreienbrock, Tierärztliche Hochschule Hannover
Dipl.-Math. Elke Nekolla, Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Rüdiger Schulz-Wendtland, Universität Erlangen.

Unter Berücksichtigung der wissenschaftlichen Argumente für oder gegen Mammographie-Screening-Programme und weiterer Daten aus anderen Studienarten sowie laufenden Programmen kommt die SSK zu dem Ergebnis, dass der zu erwartende Nutzen das geringe Risiko durch die Strahlenexposition überwiegt.

Damit die Beratungsergebnisse auch für die interessierte Öffentlichkeit nachvollziehbar sind, veröffentlicht die SSK im vorliegenden Bericht eine wissenschaftliche Begründung, in der die Aspekte der Epidemiologie, der Abschätzung des Strahlenrisikos sowie der Qualitätssicherung ausführlich behandelt werden. Die Strahlenschutzkommission möchte mit dieser Veröffentlichung zur Versachlichung der zum Teil emotional geführten Debatte um das Brustkrebs-Screening beitragen.

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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