Berichte der Strahlenschutzkommission
Heft 32
Stand der Forschung zu den "Deutschen Uranbergarbeiterstudien"
1. Fachgespräch am 7./8. Mai 2001 in Sankt Augustin
Redaktion: Lieselotte Aghai-Soltani und Sabine Reinöhl-Kompa, Bonn
2002, 128 Seiten, 4 Abbildungen, 22 Tabellen
ISBN 3-437-22167-1, 17,50 €
Die SSK hatte in ihrer 107. Sitzung am 12./13. Dezember 1991 empfohlen, zur Frage der Gesundheitssituation der Bevölkerung und der Bergarbeiter in den Bergbauregionen Sachsens und Thüringens epidemiologische Untersuchungen durchzuführen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) führt drei Studien (Kohortenstudie an Wismut-Mitarbeitern; eingebettete Fall-Kontroll-Studie zum Lungenkrebs; Kohortenstudie an Nachkommen von Wismut-Beschäftigten) durch, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Arbeit bei der SAG/SDAG Wismut beschäftigen. Grundlage dieser Studien sind die dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) im Jahre 1991 übergebenen Daten für die weitere medizinische Betreuung von mehr als 300 000 ehemaligen Beschäftigten der SAG/SDAG Wismut.
Neben der eigentlichen vom BfS durchgeführten Kohortenstudie an ehemaligen Mitarbeitern der SDAG Wismut werden in Deutschland zum Teil unter Beteiligung ausländischer Experten in verschiedenen Gruppen Studien mit Daten von deutschen Uranbergarbeitern durchgeführt. Diese Studien nutzen zum Teil dieselben Datenbestände bzw. dieselben betroffenen Personen, zum Teil sind in den Vorhaben gleiche oder analoge Ziele angesprochen.
Vor diesem Hintergrund führte die Arbeitsgruppe "Deutsche Uranbergarbeiterstudien" des Ausschusses "Strahlenrisiko" der SSK im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit am 7./8 Mai 2001 in St. Augustin ein Fachgespräch zum Stand der zur Zeit laufenden Studien und Forschungsprojekte durch. Bei der Veranstaltung wurden folgende Themenschwerpunkte behandelt: