Empfehlung der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet auf der 129. Sitzung der SSK am 16./17.02.1995
Veröffentlicht im BAnz Nr. 147a vom 08.08.1995
Die niederfrequenten elektrischen und magnetischen Felder gehören zu den physikalischen Energieformen, denen der menschliche Körper im Alltagsleben ausgesetzt ist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, daß in Abhängigkeit von der Stärke der vorgenannten Felder hinsichtlich der biologischen Auswirkungen ein Spektrum vom völligen Fehlen über geringfügige Effekte und Belästigungen bis hin zur Gesundheitsgefährdung auftritt.
Die SSK gibt in ihrer Empfehlung einen Überblick über den Wissenstand zu den im Alltag vorkommenden Expositionswerten, zu den biologischen Wirkungen und biophysikalischen Wirkungsmechanismen, zu den Ergebnissen epidemiologischer Untersuchungen hinsichtlich gesundheitlicher Risiken und über die internationalen Empfehlungen zur Expositionsbegrenzung.
Die SSK empfiehlt als Ergebnis folgende Feldstärkegrenzwerte für die Bevölkerung:
Diese mit internationalen Empfehlungen übereinstimmenden Grenzwerte sind so festgelegt, daß gesundheitsschädigende Wirkungen bei ganztägigem Aufenthalt am Einwirkungsort nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis nicht eintreten können. Weiterhin werden - in Hinblick auf die künftige Entwicklung von Einrichtungen der elektrischen Energieversorgung und von elektrischen Haushaltsgeräten - im Sinne eines zweistufigen Schutzkonzeptes Hinweise auf zusätzliche Möglichkeiten zur Feldstärkeverringerung gegeben, so z.B. für
- Elektrische Felder:
- Magnetische Felder:
Es wird aber auch gezeigt, daß es in Anbetracht der vom Körper selbst erzeugten zeitabhängigen Felder sinnlos ist, den Aufwand für eine zusätzlicher Feldstärkereduzierung weiter als bis zu