Praktische Anwendung des UV-Index

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 137. Sitzung der SSK am 25./26.04.1996

Veröffentlicht im BAnz Nr. 58 vom 25.03.1997

Kurzinformationen

Man beobachtet seit mehreren Jahren eine deutliche Zunahme an Hautkrebs-Neuerkrankungen in der Bevölkerung. Diese Entwicklung ist vor allem auf übermäßige Sonnenexposition durch ein verändertes Freizeitverhalten und die daraus folgende verstärkte UV-Belastung zurückzuführen. Diese Belastung kann zusätzlich ungünstig beeinflußt werden durch einen möglichen Anstieg der solaren UV-Bestrahlung aufgrund einer weiteren Abnahme der Ozonschicht auch über dem Gebiet der Bundesrepublik.

Die SSK hat bereits 1990 und 1993 Informationen zum Schutz des Menschen vor UV-Strahlung vorgelegt, des weiteren hat sie 1995 eine Stellungnahme zur Einführung eines internationalen solaren UV-Index abgegeben. Die SSK sieht in der Einführung dieses Index eine Möglichkeit, die Bevölkerung in geeigneter Weise über die Risiken der solaren UV-Strahlung aufzuklären und damit einem weiteren Anstieg der UV-bedingten Erkrankungen entgegenzuwirken.

Der UV-Index wird aus dem Tageshöchstwert der sonnenbrandwirksamen Bestrahlungsstärke abgeleitet. In der Bundesrepublik Deutschland kann er im Sommer im allgemeinen maximale Werte von 8 erreichen. Er wird im wesentlichen von dem Sonnenhöchststand und der Bewölkung bestimmt, aber auch der Ozongehalt in der Stratosphäre spielt eine Rolle. Für dessen praktische Anwendung hat die SSK (137. Sitzung am 25./26. April) Empfehlungen abgegeben, die Aussagen zu den Genauigkeitsanforderungen an den Index und zur räumlichen und zeitlichen Auflösung der Index-Prognosen enthalten.

Der Empfehlung sind als Anhang Informationsgrundlagen für die Unterrichtung der Öffentlichkeit über den UV-Index (einschließlich umfangreichen Literaturhinweisen) beigefügt. Darin wird bezüglich der gesundheitlichen Auswirkungen und Risiken der solaren UV-Strahlung auf folgende Themen näher eingegangen:

  • Bodennahe solare UV-Strahlungsverhältnisse in der Bundesrepublik (atmosphärische Einflußgrößen, UV- Monitoring, Kenngröße 'UV-Index'),
  • gesundheitliche Wirkungen beim Menschen (Haut, Auge, Immunsystem),
  • strahlenhygienische Bewertungskriterien (Wirkungsspektren, individuelle Reaktionsbreiten, individuelle Exposition),
  • Information der Öffentlichkeit (Aufgabe des UV-Index, Variationsbreite des Index in der Bundesrepublik).


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