Vorschlag zur Weiterentwicklung der Forschung zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 151. Sitzung der SSK am 11./12.02.1998

Veröffentlicht im BAnz Nr. 145 vom 07.08.1998

Kurzinformationen

Im Themenspektrum von der Erfassung der Strahlenexposition des Menschen über die Analyse der biologischen Strahlenwirkungen bis hin zum Schutz vor Schäden hat die Strahlenschutzforschung Erkenntnisse erbracht, aus denen Handlungsanweisungen in Form zweckmäßiger Strahlenschutzempfehlungen und -vorschriften ableitbar sind. Zum Gebiet der nichtionisierenden Strahlung hat die Strahlenschutzkommission beispielsweise in letzter Zeit auf der Basis aktueller, gesicherter Erkenntnisse Empfehlungen abgegeben zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern (Mobilfunk sowie Anlagen der Energieversorgung und -anwendung), zum Schutz vor solarer UV-Strahlung und zur Patientensicherheit bei der Anwendung der Ultraschalldiagnostik. Bei vielen Fragestellungen erweist sich aber eine Vertiefung und Erweiterung der wissenschaftlich-technischen Grundlagen durch Forschung als notwendig; weiterhin sind neue Felder der Forschung im Bereich der nichtionisierenden Strahlen erkennbar geworden.

Die SSK hat zuletzt 1991 Vorschläge zur weiteren Entwicklung des Forschungsprogramms des BMU abgegeben. Die in der 151. Sitzung am 12. Februar verabschiedete Empfehlung stellt eine Fortschreibung dieser Vorschläge speziell für den Bereich der nichtionisierenden Strahlung dar.

Die empfohlenen Forschungsschwerpunkte betreffen die Themenbereiche UV-Strahlung, elektromagnetische Felder, Ultraschall und Laserstrahlung. Die nach Auffassung der Kommission besonders förderungswürdigen Themen und die zugehörigen Begründungen sind ausführlich dargestellt.

Die Vorschlagsliste soll einerseits als Anregung für die Themenwahl bei Anträgen auf Forschungsförderung, andererseits als fachliche Unterstützung für die Begutachtung solcher Anträge dienen. Um die Umsetzung einer möglichst großen Anzahl der vorgeschlagenen Themen zu erreichen, weist die SSK auf eine anzustrebende Verbindung der nationalen mit der internationalen Forschungsförderung hin.


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