Berechnungsgrundlagen zur Ermittlung der Strahlenexpositon infolge bergbaubedingter Umweltradioaktivität (Berechnungsgrundlagen - Bergbau)

der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 155. Sitzung der SSK am 02./03.07.1998

Kurzinformationen

Die Berechnungsgrundlagen - Bergbau dienen zur Ermittlung der Strahlenexposition in Interventionssituationen aufgrund erhöhter Umweltradioaktivität durch bergbauliche Hinterlassenschaften in den neuen Bundesländern.

Ihre Anwendung finden sie insbesondere bei

  • der Nutzung, Sanierung und Folgenutzung bergbaulicher Altlasten,
  • der Nutzung, Stillegung, Sanierung und Folgenutzung von übertägigen Anlagen und Einrichtungen des Erzbergbaus und der Erzaufbereitung
  • der Nutzung, Sanierung und Folgenutzung von Flächen, die durch bergbauliche Materialien und Aufbereitungsrückstände kontaminiert sind.

Sie sind heranzuziehen, wenn

  • der Nachweis geführt werden soll, daß die Dosisgrenzwerte für mit der Sanierung Beschäftigte oder die Dosisrichtwerte für Einzelpersonen der Bevölkerung eingehalten werden,
  • die Strahlenexposition im Rahmen von Altlasten- und Standortuntersuchungen abgeschätzt werden soll oder
  • expositionsverringernde Maßnahmen geplant und optimiert werden sollen.

Sie gelten ausdrücklich nicht für die Ermittlung und Bewertung der Strahlenexposition durch Inhalation von Radon und dessen kurzlebigen Zerfallsprodukten. Hierzu ist eine ergänzende Vorschrift vorgesehen.

Die Berechnungsgrundlagen - Bergbau wurden in der 155. Sitzung der SSK am 2./3. Juli abschließend beraten und als Empfehlung verabschiedet.


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