Stellungnahme der Strahlenschutzkommission zum Kapitel "Medizinische Strahlenhygiene" im Jahresbericht 1999 des Bundesamtes für Strahlenschutz

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 168. Sitzung der SSK am 14.09.2000

Kurzinformationen

Eine Kernaussage des Kapitels "Medizinische Strahlenhygiene" des Jahresberichts 1999 des Bundesamtes für Strahlenschutz bezieht sich auf die Erhöhung der Strahlenbelastung der Bevölkerung, die im Mittel pro Kopf und Jahr für medizinische Untersuchungen von 1,5 mSv auf 2 mSv gestiegen sei. Ursache sei vor allem die gestiegene Untersuchungshäufigkeit, darunter auch dosisintensiver Verfahren, wie die Computertomographie. Die Vorstellung des Berichts führte zu einer breiten Diskussion in der Öffentlichkeit über das Strahlenrisiko durch die medizinische Diagnostik.

Die Strahlenschutzkommission stellte fest, dass die Daten zur Strahlenexposition infolge medizinischer Untersuchungen, die aktuell diskutiert werden, relativ grobe Schätzungen sind und auf Erhebungen zu Beginn der 90er Jahre beruhen.

Die SSK empfahl dringend - wie bereits mehrfach in der Vergangenheit - genaue Analysen zu Trends der Anwendungshäufigkeit röntgendiagnostischer und nuklearmedizinischer Untersuchungen vorzunehmen. Die Erhebungen sollten die Altersstruktur der exponierten Personen und die Unsicherheiten in der Dosisermittlung berücksichtigen.


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