Fachgespräch zur Iodblockade der Schilddrüse bei kerntechnischen Unfällen

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 175. Sitzung der SSK am 13./14.12.2001

Kurzinformationen

Die Strahlenschutzkommission hat in ihrer Empfehlung vom 22./23.02.1996 die damaligen Eingreifrichtwerte der WHO von 1989 sowie die bis dahin gültigen Richtwerte der Rahmenempfehlungen für den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen aufgegriffen. Die Diskussionen der neuen Empfehlungen einer Expertengruppe der World Health Organization (WHO) zur Iodblockade der Schilddrüse bei kerntechnischen Unfällen aus dem Jahr 2000 in den Ausschüssen und bei einem Fachgespräch in Würzburg ergaben, dass es keinen dringlichen Anlass gibt, die z. Zt. gültigen Empfehlungen zur Iodblockade der Schilddrüse von 1996 wesentlich zu ändern. In einer auf der 175. Sitzung am 13./14. Dezember 2001 verabschiedeten Stellungnahme sieht die SSK keine Gründe, zum jetzigen Zeitpunkt von den bisher gültigen Empfehlungen abzuweichen, lediglich der Eingreifrichtwert für Kinder (0 bis 12 Jahre) von 50 mSv wird auf Jugendliche bis 18 Jahre erweitert. Die SSK betont ausdrücklich, dass sich weiterhin der Eingreifrichtwert auf die erwartete und nicht auf die vermeidbare Schilddrüsendosis bezieht.


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