Empfehlung der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet auf der 178. Sitzung der SSK am 11./12.04.2002
Veröffentlicht im BAnz Nr. 151 vom 15.08.2002
Strahlenwirkungen und deren Bewertung beruhen in erheblichem Maße auf empirischen Untersuchungen in Populationen von strahlenexponierten Individuen, an denen Daten zum Zusammenhang von Strahlenexpositionen und deren Wirkungen gewonnen wurden. Die wissenschaftlichen Untersuchungen, die zu diesem Thema vorgelegt werden, sind sehr vielfältig, und eine Bewertung dieser Untersuchungen wird daher zusehends schwieriger.
Aus diesem Grunde hat es die Strahlenschutzkommission für erforderlich gehalten, einen Katalog von Kriterien zu erarbeiten, der es erleichtern soll, eine nach wissenschaftlichen Maßstäben objektive, einheitliche und nachvollziehbare Bewertung von epidemiologischen Studien vorzunehmen. Die Erarbeitung dieses Katalogs wurde von einer Arbeitsgruppe des Ausschusses "Strahlenrisiko" vorgenommen.
Bewertungskriterien für epidemiologische Studien sind in der einschlägigen Literatur in vielfältiger Art und Weise bereits dokumentiert. Das vorliegende Bewertungsschema, das nur eine mögliche Form von Kriterienkatalog darstellt, basiert auf dem aktuellen Standard für die Entwicklung von Bewertungskriterien, der von der Arbeitsgruppe Epidemiologische Methoden der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Epidemiologie (DAE) entwickelt wurde. Diese "Leitlinien und Empfehlungen zur Sicherung von Guter Epidemiologischer Praxis (GEP)" wurden auf die speziellen Fragestellungen der Strahlenepidemiologie adaptiert.
Die SSK hat diese Empfehlung in ihrer 178. Sitzung am 11./12. April 2002 verabschiedet.