Stellungnahme der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet auf der 194. Sitzung der SSK am 23./24.09.2004
Ab 1996 wurde eine Reihe epidemiologischer Studien zur Krebssterblichkeit und zu -erkrankungen des fliegenden Personals insbesondere europäischer Fluggesellschaften begonnen. Diese Studien stellen die größten bisher durchgeführten Untersuchungen zu dieser Fragestellung dar und umfassen rund die Hälfte des gesamten europäischen Flugpersonals.
Die SSK hat die Studienergebnisse, zum Anlass genommen, in ihrer 194. Sitzung am 23./24 September 2004 eine Stellungnahme folgenden Inhalts zu dieser Thematik zu verabschieden: Zusammenfassend kann aus den vorliegenden Studien kein Zusammenhang von kosmischer Strahlung und Erkrankungen beim fliegenden Personal abgeleitet werden. Aufgrund der mittlerweile häufigeren Flüge in größeren Höhen ist allerdings von einer höheren Lebenszeitdosis als in den ausgewerteten Kohortenstudien auszugehen. Die SSK ist daher der Meinung, dass die gegenwärtige Praxis der Einordnung des fliegenden Personals als beruflich strahlenexponierte Personen eine sachgerechte und ausreichende Strahlenschutzmaßnahme ist. Die SSK spricht sich dafür aus, die Problematik der Strahlenexposition des fliegenden Personals auch weiterhin wissenschaftlich zu begleiten.