Radionuklidtherapie mittels selektiver intraarterieller Radiotherapie (SIRT) und intravasale Bestrahlung mit offenen Radionukliden

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 236. Sitzung der SSK am 17./18.09.2009

Kurzinformationen

Die Empfehlung „Radionuklidtherapie mittels selektiver intraarterieller Radiotherapie (SIRT) und intravasale Bestrahlung mit offenen Radionukliden“ wurde von der Arbeitsgruppe „Strahlenhygienische Anforderungen an IMRT, IGRT und SIRT“ des Ausschusses „Strahlenschutz in der Medizin“ der SSK erarbeitet. Die in der Empfehlung behandelten beiden Therapieformen weisen die folgenden Besonderheiten auf:

  • Es wird mit hohen Aktivitäten und insbesondere auch mit hohen Aktivitäts¬konzentrationen gearbeitet.
  • Die Applikation des Radionuklids erfolgt im Angiographieraum und damit in aller Regel außerhalb des ständigen Kontrollbereichs nach StrlSchV.
  • Die Therapie erfordert als individuelle Therapie eine dosimetrische Planung und damit die unmittelbare Mitwirkung eines Medizinphysik-Experten.
  • Ärztlicherseits ist bei der Durchführung der Therapie die Zusammenarbeit eines Fach¬kundigen nach Röntgenverordnung (RöV) und eines Fachkundigen nach Strahlen¬schutzverordnung (StrlSchV) erforderlich, wobei der Therapieerfolg entscheidend von der Zusammenarbeit der beteiligten Personen bestimmt wird.

Ziel der Empfehlung ist es, die Verantwortlichkeiten darzustellen, die Schnittstellen aufzu¬zeigen und auf die notwendigen Strahlenschutzmaßnahmen hinzuweisen.

Es werden Aussagen zur Indikation gemacht, die Therapieverfahren beschrieben und Empfehlungen zur Vorbereitung und Durchführung der Therapien im Hinblick auf den baulichen und organisatorischen Strahlenschutz, den Schutz der Patienten sowie den Schutz des Personals gegeben.

Die Strahlenschutzkommission hat die Empfehlung „Radionuklidtherapie mittels selektiver intraarterieller Radiotherapie (SIRT) und intravasale Bestrahlung mit offenen Radionukliden“ in der 236. Sitzung am 17./18. September 2009 verabschiedet.


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