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Zur Strahlung bei Castor-Transporten

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 144. Sitzung der SSK am 27.02.1997
Veröffentlicht im BAnz Nr. 98 vom 03.06.1997

Kurzinformationen

Die öffentliche Diskussion über das Strahlenrisiko bei CASTOR-Transporten hat bei den zum Schutz der Transporte eingesetzten Polizeieinsatzkräften zu einer erheblichen Verunsicherung geführt. Aus diesem Grund wurde die SSK gebeten, in einer Risikobetrachtung dazu nochmals Stellung zu nehmen (s.a. Strahlenschutzkommission: "Begrenzung der Strahlenexposition von Polizeieinsatzkräften bis zum 18. Lebensjahr und von Polizeibeamtinnen". Stellungnahme, verabschiedet in der 140. Sitzung am 19./20. September 1996).

Die SSK hat festgestellt, dass die Strahlendosis eines Polizisten infolge der Begleitung eines CASTOR-Transportes geringer ist als die natürliche Strahlenexposition, der ein Mensch Jahr für Jahr ausgesetzt ist.

Die Behauptung, die Gefährlichkeit von Neutronenstrahlung (ausgedrückt durch den Bewertungsfaktor) sei um einen Faktor 300 bis 600 höher (statt max. 20) als für Gammastrahlung, wurde zurückgewiesen. Bereits in der SSK-Stellungnahme "Gefährdung der Gesundheit durch Strahlung des CASTOR" (verabschiedet in der 132. Sitzung am 22. September 1995) wurden derartige Behauptungen als unbegründet und fehlerhaft bewertet. Das Strahlenrisiko durch die Begleitung eines CASTOR-Transportes liegt innerhalb der Schwankungsbreite des Risikos der natürlichen Strahlenexposition. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass sich diese Beurteilung an den höchsten möglichen Strahlendosen für das Begleitpersonal orientiert. Die tatsächliche Strahlenexposition - und damit das Risiko - ist in der Regel noch weit geringer.

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Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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