Navigation und Service

Freigabe von Materialien, Gebäuden und Bodenflächen mit geringfügiger Radioaktivität aus anzeige- oder genehmigungspflichtigem Umgang

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet in der 151. Sitzung der SSK am 11./12.02.1998
Veröffentlicht im BAnz Nr. 193 vom 15.10.1998

Kurzinformationen

Die Strahlenschutzkommission hat in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Empfehlungen zur Freigabe geringfügig kontaminierter oder aktivierter Feststoffe (wie z.B. 1987 für Eisen, 1992 für Nichteisenmetall, 1996 für Gebäude oder 1997 für Bodenflächen) ausgesprochen und weitere Empfehlungen zur eingeschränkten und uneingeschränkten Freigabe in Entwürfen vorbereitet. Eine Arbeitsgruppe des Ausschusses "Strahlenschutz bei radioaktiven Abfällen und Reststoffen" hat diese Einzelempfehlungen in einer Gesamtempfehlung zusammengefaßt und zugleich eine Anpassung an den Wissensstand in den Teilgebieten vorgenommen.

Die beschriebenen Verfahren und Kriterien beziehen sich auf die Freigabe von geringfügig kontaminierten oder aktivierten Feststoffen, Gebäuden und Bodenflächen aus einem anzeige- oder genehmigungspflichtigen Umgang mit radioaktiven Stoffen. Bei den Feststoffen handelt es sich im einzelnen um:

  • Anlagenteile, Gegenstände und Geräte,
  • Stahl- und Eisenschrott,
  • Nichteisenmetallschrott,
  • Bauschutt und Baureststoffe,
  • sonstige feste Stoffe (z.B. Glas, Kunststoffe, Glaswolle, Asbest).

Voraussetzung für eine Freigabe aus anzeige- oder genehmigungspflichtigem Umgang ist der Nachweis, daß die vorhandene Radioaktivität geringfügig ist und das in der Empfehlung dargestellte Freigabeverfahren eingehalten wird. Durch die Einhaltung der in der Empfehlung dargelegten Kriterien und radionuklidspezifischen Freigabewerte wird der Nachweis erbracht, daß durch die Freigabe für Einzelpersonen der Bevölkerung nur eine geringfügige Dosis entsteht.

In einem Anhang zur Empfehlung werden ausführlich die Vorgehensweise und die gewählten Szenarien für die uneingeschränkte Freigabe, Freigabe zur Beseitigung, Freigabe von Metallschrott zur Rezyklierung und für die Freigabe von Gebäuden beschrieben.

Die Empfehlung wurde von der SSK in ihrer 151. Sitzung am 12. Februar verabschiedet. Sie wurde zwischenzeitlich vom Ausschuß "Strahlenschutz bei radioaktiven Abfällen und Reststoffen" auch auf flüssige Stoffe erweitert.

Anmerkung: Die Freigabewerte zur Beseitigung wurden in der Empfehlung der SSK "Freigabe von Stoffen zur Beseitigung" vom 5./6. Dezember 2006 aktualisiert und anschließend in die Strahlenschutzverordnung übernommen.

Download PDF (deutsch)
Download PDF (englisch)

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und berät dieses ...

Mehr: Beratungsgremium SSK …

Logo Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Diese Seite

© GSB 4.1 - 2011-2018