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Bestimmung der Personendosis des Begleitpersonals bei Transporten von abgebrannten Brennelementen und hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet auf der 162. Sitzung der SSK am 14./15.10.1999

Kurzinformationen

Für die Begleitung der Transporte von CASTOR-Behältern in die Zwischenlager Gorleben und Ahaus wurden 1997 und 1998 Einsatzkräfte der Polizei aus verschiedenen Bundesländern und des Bundesgrenzschutzes herangezogen. Diese Einsatzkräfte wurden hinsichtlich ihrer Strahlenexposition durch Gamma- und Neutronenstrahlung mittels Abschätzung aus Ortsdosisleistungsmessungen und durch Personendosismessungen mit Albedodosimetern überwacht. Große Unterschiede der dabei ermittelten Ergebnisse verunsicherten jedoch die betroffenen Personen.

Zur Überprüfung des Gesamtkomplexes der Personendosisermittlung und zur Erarbeitung eines Vorschlages für eine zukünftige Vorgehensweise hat die Strahlenschutzkommission auf Vorschlag des BMU die Arbeitsgruppe "Messung der Personendosis im Bereich niedriger Dosen" eingerichtet.

Die Arbeitsgruppe hat nach Überprüfung der bisher verwendeten und zur Zeit verfügbaren Verfahren zur Personendosisüberwachung der Einsatzkräfte bei solchen Transporten vorgeschlagen, für die Strahlenschutzüberwachung bei zukünftigen Einsätzen weiterhin Albedodosimeter zu verwenden, mit denen sowohl die Photonen- als auch die Neutronenstrahlung erfasst werden kann. Die Arbeitsgruppe hat ein einheitliches Verfahren zur Messung, Auswertung und Bewertung der Anzeige dieser Dosimeter erarbeitet, zwischen den betroffenen, nach Landesrecht zuständigen Messstellen abgestimmt und in Zusammenarbeit mit den Messstellen, dem Bundesamt für Strahlenschutz, dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt getestet. Dadurch und durch die Tatsache, dass alle Messstellen das gleiche Albedodosimeter-System verwenden können, wird eine einheitliche Strahlenschutzüberwachung aller betroffenen Personen unabhängig von der jeweils zuständigen Messstelle sichergestellt.

Die mit dem Albedodosimeter-System erreichte Nachweisgrenze entspricht dem in der amtlichen Personendosimetrie für beruflich strahlenexponierte Personen üblichen Wert.

Aufgrund des von den Einsatzkräften mehrfach geäußerten Wunsches nach direktanzeigenden, jederzeit ablesbaren Dosimetern hat sich die Arbeitsgruppe auch mit dem Stand der Entwicklung direktanzeigender elektronischer Dosimeter für Neutronen-und Gammastrahlung befasst. Nach ihrer Auffassung sind diese Dosimeter derzeit wegen ihrer Eigenschaften und Verfügbarkeit - insbesondere bei den speziellen Einsatzbedingungen und in Neutronen-Strahlungsfeldern - noch nicht geeignet.

Die Arbeitsgruppe hat ihre Beratungsergebnisse in einem Bericht zusammengefasst, der von der SSK in der 162. Sitzung am 14./15 Oktober als Stellungnahme verabschiedet wurde.

Diese Stellungnahme ist als Heft 26 in der Reihe der "Berichte der Strahlenschutzkommission" erschienen.

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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