Navigation und Service

Zur Bewertungsmethodik diagnostischer Verfahren

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Verabschiedet in der 270. Sitzung der SSK am 17./18.07.2014
Veröffentlicht im BAnz AT 26.01.2015 B3

Kurzinformationen

Diagnostische Verfahren unter Nutzung von ionisierender Strahlung oder radioaktiven Stoffen werden zunehmend, unter Wirtschaftlichkeitserwägungen, einer Nutzenbewertung unterzogen, bei der betrachtet wird, ob sich eine Verbesserung der nachgeschalteten Therapieergebnisse erzielen lässt.
Die SSK sieht bei der obligaten Gesamtevaluierung der diagnostisch-therapeutischen Kette in prospektiven klinischen Studien mit hohen Teilnehmerzahlen das Risiko einer vermeidbaren Strahlenexposition von Patienten bzw. Probanden. Sie empfiehlt daher, alternative Konzepte (wie z. B. die Kombination von Genauigkeitsstudien mit "decision modelling", die Kopplung von Pattern-of-Care-Analysen mit Register-Lösungen oder epidemiologische Studien) in die Bewertungsmethodik diagnostischer Verfahren zu integrieren und die obligate Kopplung an das Therapieergebnis zu verwerfen.
Weiterhin gilt es zu bedenken, dass eine Verbesserung der Diagnostik bei heute unheilbaren oder unzureichend therapierbaren Erkrankungen die Basis für zukünftige Verbesserungen der Therapie darstellt.

Download PDF (deutsch)
URN: urn:nbn:de:101:1-201502021430

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

Mehr: Beratungsgremium SSK …

Logo Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Diese Seite

© GSB 4.1 - 2011-2017