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Heft 16: Freigabe von Materialien, Gebäuden und Bodenflächen mit geringfügiger Radioaktivität aus anzeige- oder genehmigungspflichtigem Umgang

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Redaktion: A. Deckert, H.-O. Raguse, Bonn
1. Auflage, deutsch/englisch, 1998, 124 Seiten
ISBN 3-437-21306-X, 19,95 €

Die Strahlenschutzkommission hat in den zurückliegenden Jahren eine Reihe von Empfehlungen zur Freigabe geringfügig kontaminierter oder aktivierter Feststoffe (wie z.B. 1987 für Eisen, 1992 zu Nichteisenmetall, 1996 für Gebäude oder 1997 für Bodenflächen) ausgesprochen und weitere Empfehlungen zur eingeschränkten und uneingeschränkten Freigabe in Entwürfen vorbereitet. Eine Arbeitsgruppe des Ausschusses "Strahlenschutz bei radioaktiven Abfällen und Reststoffen" hat diese Einzelempfehlungen in einer Gesamtempfehlung zusammengefasst und zugleich eine Anpassung an den Wissensstand in den Teilgebieten vorgenommen.

Die beschriebenen Verfahren und Kriterien beziehen sich auf die Freigabe von geringfügig kontaminierten oder aktivierten Feststoffen, Gebäuden und Bodenflächen aus einem anzeige- oder genehmigungspflichtigem Umgang mit radioaktiven Stoffen. Bei den Feststoffen handelt es sich im einzelnen um:

  • Anlagenteile, Gegenstände und Geräte,
  • Stahl- und Eisenschrott,
  • Nichteisenmetallschrott,
  • Bauschutt und Baureststoffe,
  • sonstige feste Stoffe (z.B. Glas, Kunststoffe, Glaswolle, Asbest).

Die Empfehlung gilt nicht für die Ableitung radioaktiver Stoffe mit Luft oder Wasser und nicht für umschlossene Strahlenquellen, kontaminierte Nahrungsmittel, Interventionsfälle und die Sanierung bergbaulicher Hinterlassenschaften.

Voraussetzung für eine Freigabe aus anzeige- oder genehmigungspflichtigem Umgang ist der Nachweis, dass die vorhandene Radioaktivität geringfügig ist und das in der Empfehlung dargestellte Freigabeverfahren eingehalten wird. Die Freigabe bedarf grundsätzlich der Genehmigung, sofern sie nicht sonst nach dem Strahlensschutzrecht erlaubt ist. Durch die Einhaltung der in der Empfehlung dargelegten Kriterien und radionuklidspezifischen Freigabewerte wird der Nachweis der Geringfügigkeit erbracht.

In einem Anhang zur Empfehlung werden ausführlich die Vorgehensweise und die gewählten Szenarien für die uneingeschränkte Freigabe, Freigabe zur Beseitigung, Freigabe von Metallschrott zur Rezyklierung und für die Freigabe von Gebäuden beschrieben.

Die Empfehlung wurde von der SSK in ihrer 151. Sitzung am 12. Februar 1998 verabschiedet.

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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