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Heft 23: Schutz der Bevölkerung bei Exposition durch elektromagnetische Felder (bis 300 GHz)

Empfehlung der Strahlenschutzkommission und wissenschaftliche Begründung

Redaktion: Horst Heller, Bonn
1999, 120 Seiten
ISBN 3-437-21516-7, 19,95 €

Statische und niederfrequente elektrische und magnetische Felder sowie hochfrequente elektromagnetische Felder (EMF) gehören zu den vielfältigen physikalischen Energieformen, denen der menschliche Körper im Alltagsleben ausgesetzt ist. In den letzten Jahren sind in der Öffentlichkeit zunehmend Besorgnisse darüber entstanden, dass die künstlich erzeugten elektromagnetischen Felder in unserer Umwelt eine Gesundheitsgefährdung darstellen könnten.

Die Strahlenschutzkommission hat bereits 1991 eine Empfehlung zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung beim Mobilfunk und 1995 eine Empfehlung zum Schutz vor niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern der Energieversorgung und -anwendung ausgesprochen. Darüber hinaus hat sich die Strahlenschutzkommission in ihrer Klausurtagung im Mai 1997 über "Funkanwendungen - technische Perspektiven, biologische Wirkungen und Schutzmaßnahmen" informiert und zu einzelnen Schwerpunkten eine Bewertung abgegeben.

Mit der am 1. Januar 1997 in Kraft getretenen Verordnung über elektromagnetische Felder (26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV)) ist in Deutschland erstmals eine Regelung zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern getroffen worden, die verbindliche Vorgaben insbesondere für den Gesundheitsschutz umfasst. Die Anforderungen in dieser Verordnung basieren im Wesentlichen auf Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzvereinigung IRPA bzw. der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlen ICNIRP.

Die ICNIRP-Richtlinien für die Begrenzung der Exposition durch statische sowie zeitlich veränderliche elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder enthalten auch Grenzwerte für diejenigen Frequenzbereiche, die in der 26. BImSchV noch nicht abgedeckt sind. Die SSK hat sich davon überzeugt, dass diese Grenzwertempfehlungen den aktuellen Kenntnisstand der Risikobewertung bei einer Exposition durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder (bis 300 GHz) berücksichtigen. Sie empfiehlt daher, das von der ICNIRP vorgeschlagene Grenzwertkonzept für die Risikobewertung aller in unserer Umgebung vorkommenden Expositionsquellen anzuwenden.

Die Empfehlung einschließlich der wissenschaftlichen Begründung wurden von der SSK in ihrer 158. Sitzung am 17./18. Dezember 1998 verabschiedet.

Das vorliegende Heft enthält neben der Empfehlung und der wissenschaftlichen Begründung die deutsche Übersetzung der ICNIRP - "Guidelines for Limiting Exposure to Time-Varying Electric, Magnetic, and Electromagnetic Fields (up to 300 GHz)".

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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