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Heft 34: Anforderungen an die Kontaminationskontrolle beim Verlassen eines Kontrollbereiches (§ 44 StrlSchV)

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Redaktion: Olaf Sarenio, Bonn
2003, 82 Seiten, 3 Abbildungen, 6 Tabellen
ISBN 3-437-22169-8, 14,75 €
Dieses Heft ersetzt Heft 21 dieser Veröffentlichungsreihe

Mit der Novellierung der Strahlenschutzverordnung im Jahr 2001 wurden auch die Vorschriften zur Kontaminationskontrolle wesentlich geändert. So wurden anstelle der Grenzwerte der Flächenkontamination ein neuer, nuklidspezifischer Satz von Werten für die Oberflächenkontamination sowie massenspezifische Werte für die Kontaminationskontrolle an beweglichen Gegenständen eingeführt. Als Dosiskonzept wurde für die Herleitung dieser Werte das sogenannte de-minimis-Konzept verwendet, wonach eine Dosis im Bereich von einigen 10 µSv als nicht regelungswürdig eingestuft wird. Aufgrund dieser Änderungen war eine Überarbeitung der Empfehlung der Strahlenschutzkommission vom 9./10.Dezember 1993 zu den "Anforderungen an die Kontaminationskontrolle beim Verlassen eines Kontrollbereiches" notwendig, bei der darüber hinaus Änderungen des Standes von Wissenschaft und Technik berücksichtigt wurden.

Beim Verlassen eines Kontrollbereichs, in dem mit offenen radioaktiven Stoffen umgegangen wird, sind Personen und bewegliche Gegenstände grundsätzlich auf Kontamination zu prüfen (§ 44 StrlSchV). Die Empfehlung enthält die Voraussetzungen für die Kontaminationskontrolle. Hierzu werden Anforderungen sowohl an das Verfahren zur Kontaminationskontrolle als auch an die Geräte zur Messung der Oberflächenkontamination gestellt, die zu Messungen an Personen und an beweglichen Gegenständen beim Ausschleusen aus einem Kontrollbereich verwendet werden

Die Anforderungen an die Kontaminationskontrolle am Kontrollbereichsausgang sind direkt abhängig von den Maßnahmen zur Kontaminationsvermeidung im Kontrollbereich. Werden bereits aufgrund von organisatorischen Festlegungen sowie zusätzlichen Überwachungsmaßnahmen im Kontrollbereich Verschleppungen von radioaktiven Stoffen bis zum Kontrollbereichsausgang weitgehend vermieden, so kann der Aufwand zur Kontaminationskontrolle beim Verlassen des Kontrollbereiches entsprechend reduziert werden.

Für Messungen nach § 44 StrlSchV sollen Kontaminationsmessgeräte verwendet werden, die den Anforderungen dieser Empfehlung entsprechen. Darüber hinaus werden Maßnahmen für den Fall eines Überschreitens der am Messgerät eingestellten Alarmschwelle angeführt und Empfehlungen zur Beurteilung der radiologischen Relevanz einer festgestellten Hautkontamination gegeben.

Die neue Empfehlung ist von einer Arbeitsgruppe des Ausschusses "Strahlenschutztechnik" der Strahlenschutzkommission erarbeitet worden. Die Strahlenschutzkommission hat die Empfehlung in der 177. Sitzung am 28. Februar/01. März 2002 verabschiedet.

Zusatzinformationen

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Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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