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Heft 36: Empfehlungen zur sicheren Anwendung magnetischer Resonanzverfahren in der medizinischen Diagnostik

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Redaktion: Marina Grunst, Bonn
2003, 64 Seiten, 5 Abbildungen, 2 Tabellen
ISBN 3-437-22177-9, 13,00 €

Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat im Jahre 1998 Empfehlungen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken bei Anwendung magnetischer Resonanzverfahren veröffentlicht. Inzwischen haben sich die Möglichkeiten der Magnetresonanz (MR)-Bildgebung durch die gerätetechnische und applikationsorientierte Weiterentwicklung stark erweitert. Insbesondere die neuen Verfahren zur schnellen Bildgebung führten dazu, dass die damals empfohlenen Richtwerte oft überschritten wurden. Dennoch wurden bei Patienten nach heutigem Kenntnisstand bei fachgerechter Anwendung keine Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen durch MR-Untersuchungen gefunden. Diese Situation hat die Überarbeitung der o. g. SSK-Empfehlung erforderlich gemacht.

Die Neufassung erfolgte auf der Grundlage neuer Erkenntnisse über Schwellenwerte für biologische Reaktionen bei den zur Anwendung kommenden Feldern sowie aufgrund umfangreicher Erfahrungen mit bisherigen MR-Anwendungen. Hierzu wurde ein Fachgespräch durchgeführt.

Die Empfehlung richtet sich vor allem an MR-Anwender, -Hersteller, Sicherheitsfachleute und Aufsichtsbehörden. Der Anwendungsbereich erstreckt sich auf den Schutz von Personen und auf die zur Anwendung kommenden Expositionen (statische Magnetfelder, zeitlich veränderliche Magnetfelder, Hochfrequenzfelder und Lärm).

Der Bericht beginnt mit der Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen und beinhaltet dann folgende Kapitel: Einführung, Zweckbestimmung und sachlicher Anwendungsbereich, Empfehlungen zum Schutz des Patienten, Empfehlungen zum Schutz des Personals und weiterer Personen, Anforderungen an den Hersteller, MR-Anwendung in der Forschung am Menschen und Regeln für die Betreiber sowie die Anhänge: Übersicht über bisherige Beobachtungen und Begründungen für die Begrenzungen; Technisches Glossar; Implantate und metallische Einschlüsse.

Ein Kritikpunkt an der SSK-Empfehlung von 1998 waren die hohen Sicherheitsfaktoren, die zu sehr konservativen Richtwerten für den Normalbetrieb führten. Aufgrund umfangreicher Experimente hat sich die Datenlage zur peripheren Nervenstimulation zwischenzeitlich wesentlich verbessert. Darauf basierend werden in der neuen Empfehlung höhere Werte für die periphere Nervenstimulation für den Normalbetrieb angegeben. Diese Werte liegen - für die in der Praxis üblichen kurzen Schaltzeiten - deutlich unter der Grenze für die Herzstimulation, die unter allen Umständen zu vermeiden ist.

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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