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Heft 39: Kriterien für die Alarmierung der Katastrophenschutzbehörde durch die Betreiber kerntechnischer Einrichtungen

Redaktion: Simone Schmid, Bonn
2004, 42 Seiten, 1 Abbildung, 16 Tabellen
ISBN 3-437-22186-8, 10,50 €
Dieses Heft ersetzt Heft 3 dieser Veröffentlichungsreihe

Diese Publikation kann auch hier als PDF-Datei abgerufen werden.

Gemäß Strahlenschutzverordnung ist der Eintritt einer radiologischen Notstandssituation, eines Unfalls, eines Störfalls oder eines sonstigen sicherheitstechnisch bedeutsamen Ereignisses der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde und, falls dies erforderlich ist, auch der für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung zuständigen Behörde sowie den für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden unverzüglich mitzuteilen. Für die Alarmierung der Katastrophenschutzbehörden durch die Betreiber kerntechnischer Anlagen geben die „Rahmenempfehlungen für den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen" Kriterien für die Alarmstufen „Voralarm" und "Katastrophenalarm" vor, die jedoch so allgemein formuliert sind, dass sie für die direkte Umsetzung durch den Betreiber im Ereignisfall nicht geeignet sind. Deshalb haben RSK und SSK in einer gemeinsamen Empfehlung die in den Rahmenempfehlungen vorgegebenen allgemeinen Kriterien so präzisiert, dass sie dem Betreiber die Möglichkeit bieten, Unfall bedingte Anlagenzustände, Emissionen oder Immissionen nach eindeutigen technischen Kriterien und direkt gemessenen Größen unter dem Gesichtspunkt der Alarmierungspflicht zu beurteilen.

Die Auslösung der Alarmstufen obliegt der Leitung der Katastrophenschutzbehörde und erfolgt planungsgemäß aufgrund einer Empfehlung des Betreibers. Die Alarmierungsmeldung des Betreibers muss daher einen Vorschlag zur Klassifizierung des Alarms (Voralarm oder Katastrophenalarm) enthalten.

Bereits im Jahre 1995 hatten beide Kommissionen Alarmierungskriterien erarbeitet, die in anlagenspezifischer Form auf alle Leichtwasserreaktoren in Deutschland angewendet wurden.

Die Überarbeitung der Kriterien von 1995 war aus folgenden Gründen notwendig geworden:

  • Nicht-Leistungszustände, Bypass-Sequenzen, Unfälle in BE-Lagerbecken und Deborierungseffekte waren zu berücksichtigen.
  • Die überarbeiteten "Radiologischen Grundlagen" basierten auf einem neuen Konzept und enthielten andere Dosiswerte als vorher.

Die neuen „Kriterien für die Alarmierung der Katastrophenschutzbehörde durch die Betreiber kerntechnischer Einrichtungen" wurden von der SSK in der 186. Sitzung am 11./12. September 2003 und von der RSK in der 366. Sitzung am 16. Oktober 2003 verabschiedet.

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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