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Band 23: Strahlenschutzgrundsätze für die Verwahrung, Nutzung oder Freigabe von kontaminierten Materialien, Gebäuden, Flächen oder Halden aus dem Uranerzbergbau

Radiological Protection Principles Concerning the Safeguard, Use or Release of Contaminated Materials, Buildings, Areas or Dumps from Uranium Mining

Redaktion: Monika Müller-Neumann, Bonn
1. Auflage, deutsch/englisch, 1992, 198 Seiten, 4 Abbildungen, 1 Karte
ISBN 3-437-11495-6, 34,95 €

Die großflächigen Umweltkontaminationen durch den Uranerzbergbau und die Hinterlassenschaften des seit dem Mittelalter betriebenen Erzbergbaus in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt (Bergwerke, Halden, Aufbereitungsanlagen, Absetzbecken etc.) stellen aufgrund ihrer Ausdehnung eine völlig neue Situation für den Strahlenschutz in der Bundesrepublik Deutschland dar. International ist das Problem der Kontamination durch Uranerzabbau und -aufbereitung durchaus nicht neu, in verschiedenen Ländern existieren bereits Regelungen für den Schutz der Umwelt bzw. Kriterien für die Freigabe von kontaminiertem Gelände. In der Regel handelt es sich im Unterschied zu den deutschen Verhältnissen um Kontaminationen in sehr dünn besiedelten Gebieten.

In der Strahlenschutzverordnung ist diese spezielle Problematik nicht geregelt. Da die Kontaminationen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt in dicht besiedelten, überwiegend industriell geprägten Gebieten auftreten und Sanierungsmaßnahmen vordringlich ergriffen werden sollten, wurde die SSK gebeten, möglichst schnell Empfehlungen zu den Strahlenschutzgrundsätzen für die Verwahrung, Nutzung oder Freigabe von kontaminierten Flächen, Halden, Gebäuden oder Materialien aus dem Uranerzbergbau abzugeben.

Die von der SSK in ihren Empfehlungen vorgeschlagenen Richtwerte stellen Freigabekriterien dar und sind nicht als Sanierungsziele zu betrachten. Sie sollen eine schnelle Unterscheidung in nicht-sanierungsbedürftige Gebiete ermöglichen und damit auch neue Investitionen in den betroffenen Gemeinden erleichtern. Die mit diesem Band vorgelegten Empfehlungen wurden 1991 von der SSK verabschiedet. Die Empfehlungstexte enthalten im Wesentlichen nur die Beratungsergebnisse mit einer knappen Begründung. Deshalb wurde diesem Band eine ausführliche Darstellung der den Empfehlungen zugrundeliegenden Überlegungen vorangestellt, um den gemeinsamen Hintergrund zu erläutern.

Zusatzinformationen

Beratungsgremium SSK

Die Strahlenschutzkommission (SSK) ist ein Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und berät dieses ...

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