Veröffentlicht am: Empfehlung
- Medizinische Strahlenexposition
Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren
Empfehlung der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet in der 339. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 27./28. Oktober 2025
Bekanntmachung im BAnz AT 08.06.2026 B2
Welches bildgebende Verfahren ist für welche medizinische Fragestellung zu empfehlen?
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Ärzten und Ärztinnen, die Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren anfordern, sollen Empfehlungen zu den am besten geeigneten Verfahren gegeben werden. Die Orientierungshilfe enthält solche Empfehlungen und wird hier in aktualisierter Form veröffentlicht. So können unnötige Strahlenexpositionen vermieden und gleichzeitig die medizinische Diagnostik optimiert werden.
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- Welches bildgebende Verfahren ist für welche medizinische Fragestellung zu empfehlen?
- Welche Besonderheiten sind ggf. zu beachten, z. B. bei Kindern oder speziellen Therapieverfahren?
- Welche Dosis ist mit den diversen bildgebenden Verfahren verbunden?
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- Für verschiedene medizinische Fragestellungen werden in einem zumeist nach Köperregionen gegliederten Katalog bildgebende Verfahren empfohlen. Dabei gibt es eine Abstufung von Primärverfahren, weiterführenden Verfahren oder Spezialverfahren.
- Die vorliegende Orientierungshilfe soll wie die vorherigen Ausgaben zuweisenden Ärzten und Ärztinnen helfen, die für die jeweilige individuelle Fragestellung geeigneten bildgebenden Verfahren auszuwählen. Sie soll dazu beitragen, Patienten und Patientinnen besser zu versorgen und Aspekte des Strahlenschutzes zu berücksichtigen. Weiterhin sollte sie als sinnvolles Lehrmittel in der studentischen Ausbildung, in Strahlenschutzkursen und in der ärztlichen Weiterbildung verwendet werden.
- Bei Bildgebung mit ionisierender Strahlung besteht für den anwendenden Arzt bzw. die anwendende Ärztin die Pflicht, die rechtfertigende Indikation für das gewählte Verfahren und die individuelle Patientin oder den Patienten zu stellen und zu dokumentieren.
Abstract
Im Jahr 2006 hatte die Strahlenschutzkommission (SSK) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen ersten Katalog erstellt, der für die unterschiedlichen diagnostischen und interventionellen Fragestellungen geeignete Verfahren empfahl. Diese Orientierungshilfe fand regen Zuspruch in der Ärzteschaft. Da sich die medizinischen Diagnose- und Therapieverfahren fortlaufend weiterentwickeln, ist eine regelmäßige Aktualisierung dieses Katalogs notwendig. So liegt nun mit der 4. Auflage eine aktualisierte Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren vor, die den Ärzten und Ärztinnen die Möglichkeit bietet, unter Einbeziehung aktueller medizinischer Entwicklungen geeignete Verfahren für die Patienten und Patientinnen aus-zuwählen. Ziel des Katalogs ist es, die medizinische Diagnostik zu optimieren und gleichzeitig unnötige Strahlenexpositionen zu vermeiden. Er befreit den anwendenden Arzt bzw. die anwendende Ärztin bei Bildgebung mit ionisierender Strahlung jedoch nicht von der Pflicht, die rechtfertigende Indikation für das gewählte Verfahren und den individuellen Patienten zu stellen und zu dokumentieren.
In den Jahren zwischen dem Erscheinen der einzelnen Auflagen wurden von Ärzten und Ärztinnen, wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Arbeitsgemeinschaften viele konstruktive Änderungs- und Verbesserungsvorschläge eingebracht. Diese wurden von einer Expertengruppe der SSK bewertet und größtenteils direkt oder mit Modifikationen in die aktuelle Version übernommen.
Weiterhin wurden bei vielen medizinischen Fragestellungen die Empfehlungen zum Einsatz der Bildgebung überarbeitet und dem aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst. Auch in der Gewichtung einzelner Verfahren wurden Veränderungen vorgenommen, so ist z. B. dem Ultraschall und der Magnetresonanztomografie in der Abklärung bestimmter Fragestellungen eine höhere Bedeutung zugekommen. Die PET-CT wurden ebenfalls in ihrem Indikationsspektrum erweitert. In Ergänzung zum flächendeckenden Brustkrebs-Früherkennungsprogramm (Mammografie-Screening) asymptomatischer Frauen zwischen 50 und 70 Jahren konnten für klinische Indikationen Empfehlungen zum Einsatz der digitalen Brusttomosynthese und der stereotaktischen sowie tomosyntheses-gestützten Biopsie berücksichtigt werden.
Die Orientierungshilfe wird auch in englische Sprache übersetzt, um eine größere Verbreitung zu erreichen. Sie ist statt des PDF-Downloads auch als HTML-Webversion hier verfügbar.
Weiterführende Informationen
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Publikation zitieren
Strahlenschutzkommission (SSK). Orientierungshilfe für bildgebende Verfahren, verabschiedet in der 339. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 27./28.10.2025. urn:nbn:de:101:1-2602051625168.538875135135